Welche Gebäude prägen Krefeld?
Krefeld hat einen alten Kern und wenig Neues. 11,2 Prozent der Wohngebäude stammen aus der Zeit vor 1919, ein Viertel aus der Zeit vor 1949; 62,4 Prozent der Gebäude mit Wohnraum sind Einfamilienhäuser (Zensus 2022). Mit 4,2 Prozent leerstehenden Wohnungen hat die Stadt den höchsten Leerstand unter den fünf Regionen, in denen wir vermitteln, die Eigentümerquote liegt bei 35,5 Prozent.
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2025 wurden in Krefeld 26 neue Wohngebäude fertig, zusammen 1,9 Wohnungen je 10.000 Einwohner, weniger als in jeder anderen Stadt und jedem Kreis in NRW (Landesdurchschnitt 19,8). Rechnet man Zusammenlegungen und Umnutzungen dazu, gingen netto 48 Wohnungen verloren. Der Bestand ist deshalb das Feld, auf dem in Krefeld gebaut wird.
Für die Innenstadt innerhalb der vier Wälle gibt es seit 2010 Städtebauförderung; ein neues Integriertes Handlungskonzept hat der Rat im Februar 2025 beschlossen, für Uerdingen läuft die Förderung seit 2017. Die Kulturhistorische Städtebauliche Analyse (Ratsbeschluss März 2022) und das Gestaltungshandbuch „Krefelder Haus“ beschreiben, wie die Stadthäuser der Innenstadt gebaut sind und wie sie erhalten werden sollen. Wer dort ausbaut, trifft auf Holzbalkendecken, hohe Räume und Fassaden, die bleiben sollen, also auf Innendämmung, Deckenbekleidung und Schallschutz von innen.
Brauche ich in Krefeld eine Genehmigung für den Dachausbau?
Meist nicht mehr als Genehmigung, sondern als Freistellung. Die BauO NRW in der Fassung vom 01.09.2026 stellt in § 63 Absatz 1 Nummer 2 den Umbau eines Dachgeschosses zu Wohnzwecken samt Gauben frei, wenn das Haus im unbeplanten Innenbereich (§ 34 BauGB) oder im Geltungsbereich eines Bebauungsplans liegt. Sie reichen die Unterlagen bei der Stadt ein; verlangt sie nicht innerhalb eines Monats ein Genehmigungsverfahren, darf begonnen werden. Der Standsicherheitsnachweis muss spätestens bei Baubeginn vorliegen.
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Welche Stelle der Krefelder Stadtverwaltung die Bauvorlagen annimmt und ob sie digital eingereicht werden, konnten wir nicht belegen; die Seite der Stadt war beim Abruf gesperrt. Die Zuständigkeitssuche von Bauportal.NRW nennt nach Eingabe Ihrer Postleitzahl die richtige Bauaufsicht. Für die Innenstadt gibt es das Gestaltungshandbuch „Krefelder Haus“; ein Blick hinein, bevor Gauben oder Dachfenster geplant werden, erspart Nachfragen.
Die Anforderungen an den Raum bleiben: 2,20 Meter lichte Höhe über der Hälfte der Fläche, Fensterflächen von mindestens einem Zehntel der Raumfläche bei Nutzungsänderung, ein Rettungsfenster von 0,80 mal 1,00 Meter und der Wärmeschutz nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz. Teilen Sie eine leere Etage in zwei Wohnungen, ist das eine Nutzungsänderung mit eigenen Anforderungen an Rettungswege und Schallschutz, die in der Regel ein Verfahren braucht.
Hof- und Fassadenprogramm: Was es für den Innenausbau bedeutet
Krefeld fördert seit 2012 im Rahmen der Städtebauförderung Fassaden und Höfe; rund 200 Immobilien in der Innenstadt und seit 2019 rund 30 in Uerdingen wurden so hergerichtet. Gefördert werden Gebäude, die mindestens zehn Jahre alt sind, dazu beraten Quartiersarchitekten kostenlos vor Ort. Die Mittel für die Innenstadt laufen aus, Anträge sind nur noch nach Rücksprache mit dem Quartiersmanagement möglich; in Uerdingen ist das Programm weiter offen (Stand 15.09.2026).
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Putz, Anstrich und Wärmedämmverbundsysteme sind Arbeiten für Stuckateur- und Malerbetriebe mit Eintragung in die Handwerksrolle; in Krefeld stehen dort fünf Stuckateure und 96 Maler (Stand 31.12.2025). Wir vermitteln beides: die Fassade an solche Betriebe und die Innenseite desselben Hauses, also Innendämmung, Dachausbau, neue Wände und Decken. Ein städtisches Programm für Dämmung gibt es nach unserer Prüfung nicht; die Förderseite der Stadt nennt nur das Hof- und Fassadenprogramm und eine Solarberatung (Stand 24.03.2026).
Wie die Vermittlung in Krefeld läuft
Sie beschreiben Objekt und Vorhaben, wir rufen zurück und schlagen einen Betrieb vor, der Krefeld bedient und für die Leistung zugelassen ist. Angebot, Vertrag und Rechnung kommen von ihm. Für die Vermittlung zahlt nicht der Auftraggeber, sondern der Fachbetrieb, der den Zuschlag erhält; das ist unser Geschäftsmodell, und wir nennen es hier, damit Sie es wissen.