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Trockenbaunetz
Dämmung zwischen Ständern an einer Außenwand mit Fenstern

Fassade muss bleiben? Innendämmung für Altbau und Denkmal

Die Außenwand von innen dämmen, wenn Klinker, Stuck oder Denkmalschutz die Fassade sperren oder nur eine Wohnung gedämmt wird. Nur mit Feuchteschutz-Nachweis und mit einem Betrieb, der das System nachweislich ausführt. Wir vermitteln ihn.

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Ihr Projekt: Innendämmung

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Aufbau im Schnitt · Innendämmung · Maße nach Planung

AUSSENINNENDÄMMUNGKLEBER · PLATTE · PUTZFEUCHTESCHUTZ NACH PLANUNG

Kurz gesagt

Innendämmung ist eine Dämmschicht auf der Raumseite der Außenwand. Sie kommt in Frage, wenn die Fassade bleiben muss oder nur eine Wohnung gedämmt wird. Bauphysikalisch ist Außendämmung meist vorzuziehen; dafür sind Stuckateur- und Malerbetriebe zuständig, auch diese vermitteln wir. Innendämmung braucht einen Feuchteschutz-Nachweis durch Planer oder Energieberater und ein geeignetes, oft kapillaraktives System. Wir vermitteln nur Partner, die solche Systeme nachweislich ausführen, für Sie kostenlos.

Wann Sie uns anfragen

  • 01

    Klinker oder Stuck muss bleiben

    Die Fassade steht unter Denkmalschutz oder prägt die Straße. Außen geht nichts, innen soll die Wand wärmer werden, ohne die Bausubstanz zu gefährden.

  • 02

    Eine Wohnung im Mehrfamilienhaus

    Die Gemeinschaft dämmt die Fassade nicht, Sie wollen trotzdem etwas für Ihre Außenwände tun. Innendämmung lässt sich wohnungsweise planen; ob die Gemeinschaft zustimmen muss, klären Sie vorher mit der Verwaltung.

  • 03

    Schimmel in der Zimmerecke

    An der kalten Außenwand hinter dem Schrank bildet sich Schimmel. Bevor gedämmt wird, muss die Ursache klar sein: Wärmebrücke, Lüftung oder Feuchte von außen.

  • 04

    Fachwerk oder Sichtmauerwerk

    Die Wand soll von außen sichtbar bleiben. Dann braucht es ein diffusionsoffenes, kapillaraktives System und einen Planer, der den Aufbau rechnet.

Gut zu wissen

Das Wichtigste in Kürze

Wann Innendämmung statt Außendämmung?

Innendämmung ist die Dämmung der Außenwand von der Raumseite aus. Die Außenwand dahinter wird dadurch kälter, und an einbindenden Decken und Innenwänden entstehen Wärmebrücken. Deshalb ist eine Dämmung von außen bauphysikalisch meist vorzuziehen: Sie hält die Wand warm und schließt die Hülle ohne Unterbrechung.

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Außendämmung als Wärmedämmverbundsystem, Außenputz und Fassadenanstrich führen Stuckateurbetriebe (Anlage A Nr. 9 der Handwerksordnung) und Maler- und Lackiererbetriebe (Nr. 10) aus, mit Gerüstbauer; auch dafür vermitteln wir Betriebe mit Eintragung in die Handwerksrolle. Das Berufsbild des Stuckateurs nennt Innendämmung, Putz und Vorsatzschalen gemeinsam (Stuckateurmeisterverordnung § 2, Stand 18.01.2022); viele Stuckateure beherrschen deshalb beide Wege.

Innendämmung ist der richtige Weg, wenn die Fassade bleiben muss (Denkmal, Klinker, Stuck, Sichtfachwerk), wenn nur eine Wohnung oder ein Raum gedämmt wird, oder wenn Räume nur zeitweise beheizt werden und schnell warm werden sollen. Sie ist mit einem Feuchteschutz-Nachweis zu planen; der Betrieb setzt den nachgewiesenen Aufbau um.

Welches System passt: Kalziumsilikat, Mineralschaum, Holzfaser

Innendämmsysteme unterscheiden sich darin, wie sie mit Feuchte umgehen. Kapillaraktive Platten nehmen Tauwasser an der kalten Seite auf und geben es zum Raum hin wieder ab; dampfdichte Systeme halten die Feuchte mit einer Sperrschicht ganz aus dem Aufbau. Welches System zu Ihrer Wand passt, zeigt der Nachweis, nicht der Prospekt.

  • Kalziumsilikatplatten

    Funktionsweise
    mineralisch, kapillaraktiv, nehmen Feuchte auf und geben sie ab; ohne Dampfbremse
    Typischer Einsatz
    Altbau, Denkmal, Räume mit Schimmelvorgeschichte nach Klärung der Ursache
  • Mineralschaumplatten

    Funktionsweise
    mineralisch, kapillaraktiv, leicht, vollflächig verklebt
    Typischer Einsatz
    Altbau, Mauerwerk, auch größere Flächen
  • Holzfaserplatten

    Funktionsweise
    nachwachsend, diffusionsoffen, meist mit feuchtevariabler Dampfbremse oder als Lehmsystem
    Typischer Einsatz
    Fachwerk, Holzbau, ökologische Sanierung
  • Dampfdichte Systeme (Dämmplatte mit Sperrschicht, Verbundplatten)

    Funktionsweise
    sperren den Dampf raumseitig; jede Undichtigkeit wird zum Risiko
    Typischer Einsatz
    trockene Wände mit sicherer Luftdichtheit, nur nach Nachweis
  • Vorsatzschale mit Dämmung im Hohlraum

    Funktionsweise
    Ständerwerk vor der Wand, Dämmstoff im Hohlraum, Dampfbremse
    Typischer Einsatz
    nur mit Feuchteschutz-Nachweis; ein Hohlraum an kalter Wand ist ohne Nachweis ein Risiko

Schimmel und Taupunkt: wo das Risiko liegt

Jede Innendämmung senkt die Temperatur der Wand hinter der Dämmung. Trifft warme Raumluft dort auf kalte Flächen, fällt Tauwasser aus. Zwei Stellen sind heikel: die Fläche hinter der Dämmung, wenn Dampf ungehindert hineinkommt, und die Wärmebrücken an Geschossdecken, Innenwänden und Fensterlaibungen, wo die Dämmung endet. co2online nennt Kondensat an der kalten Wand und solche Wärmebrücken als Hauptursachen bei fehlerhafter Ausführung (Stand 27.04.2026).

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Deshalb verlangen BEG-Richtlinie und ESanMV, den Mindestfeuchteschutz zu prüfen. Den Nachweis führt ein Planer oder Energieberater für den konkreten Wandaufbau; er legt Dicke, System, Flankendämmung an Decken und Innenwänden und den Umgang mit Fensterlaibungen fest. Der Fachbetrieb setzt diesen Aufbau um und dokumentiert die Anschlüsse. Ohne Nachweis vermitteln wir keine Innendämmung.

Ist schon Schimmel da, geht es zuerst um die Ursache: undichte Regenrinne, aufsteigende Feuchte, zu wenig Lüftung oder eine einzelne Wärmebrücke. Eine Dämmung über feuchtem Mauerwerk verdeckt das Problem und löst es nicht. Mehr dazu im Ratgeber zu Innendämmung und Schimmel.

U-Werte und Förderung bei Innendämmung

Anlage 7 des GModG nennt für Außenwände 0,24 W/(m²K) bei Erneuerung und Dämmung von außen; eine eigene Zeile für Innendämmung enthält sie nicht, und co2online schreibt, der Wert gelte bei Innendämmung nicht. Für die Förderung sind die Werte strenger, und genau da wird es für Innendämmung eng: Die BEG-Richtlinie verlangt für Außenwände 0,20 W/(m²K), was von innen nur mit großer Dicke erreichbar ist. Erleichtert sind Baudenkmale und erhaltenswerte Bausubstanz mit 0,45 und Sichtfachwerk mit 0,65.

  • Außenwand von außen erneuert oder gedämmt

    Höchstwert U in W/(m²K)
    0,24
    Grundlage, Stand
    GModG Anlage 7 Nr. 1a und 1b, Stand 29.07.2026
  • Innendämmung

    Höchstwert U in W/(m²K)
    keine eigene Zeile in Anlage 7
    Grundlage, Stand
    GModG Anlage 7; co2online, 27.04.2026
  • BEG-Zuschuss: Außenwand

    Höchstwert U in W/(m²K)
    0,20
    Grundlage, Stand
    BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen
  • BEG-Zuschuss: Baudenkmal und erhaltenswerte Bausubstanz

    Höchstwert U in W/(m²K)
    0,45
    Grundlage, Stand
    BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen
  • BEG-Zuschuss: Innendämmung bei Sichtfachwerk

    Höchstwert U in W/(m²K)
    0,65
    Grundlage, Stand
    BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen
  • Steuerermäßigung § 35c EStG: Außenwand, Denkmal, Fachwerk

    Höchstwert U in W/(m²K)
    0,20, 0,45, 0,65
    Grundlage, Stand
    ESanMV Anlagen, Abruf 23.10.2026
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Der Zuschuss beträgt nach der Richtlinie vom 17.07.2026 15 % der förderfähigen Ausgaben, höchstens 30.000 Euro je Jahr für die erste Wohneinheit; ein Energieeffizienz-Experte ist Pflicht, der Antrag geht vor Vertragsabschluss ans BAFA. Die Steuerermäßigung nach § 35c EStG (20 % über drei Jahre, höchstens 40.000 Euro) setzt ein Fachunternehmen der ESanMV-Gewerke voraus; Stuckateurarbeiten stehen dort, Trockenbau nicht. Ob gefördert wird, entscheidet der Fördergeber.

Was kostet Innendämmung pro m²?

Die öffentlich genannten Spannen liegen weit auseinander, weil Dämmstoff, Dicke, Bekleidung, Anschlüsse an Fenster und Decken, Leitungen in der Wand und die Untergrundvorbereitung stark schwanken. Am ehesten belastbar ist die co2online-Kostentabelle mit 50 bis 100 Euro je Quadratmeter Wandfläche bei 8 cm, weil sie Dämmstärke, Wärmeleitstufe und das IWU als Grundlage nennt (Stand 03.09.2025). Die hohen Werte bis 200 Euro gelten für diffusionsoffene Systeme wie Kalziumsilikat, wie das Hausjournal-Beispiel mit 169 Euro je Quadratmeter zeigt (Preisstand 2022, seither gestiegen).

  • Innendämmung 8 cm, Wärmeleitstufe 035

    €/m² Wandfläche inkl. Material und Montage
    50 bis 100
    Quelle, Stand
    co2online, Kostentabelle (Grundlage co2online und IWU), 03.09.2025
  • Innendämmung allgemein

    €/m² Wandfläche inkl. Material und Montage
    50 bis 210; Einfamilienhaus 125 m² Wohnfläche 6.250 bis 26.250 €
    Quelle, Stand
    co2online, Innendämmung, 27.04.2026
  • Innendämmung inkl. Einbau

    €/m² Wandfläche inkl. Material und Montage
    40 bis 150; 100 m² 4.000 bis 15.000 €
    Quelle, Stand
    Aroundhome, 08.07.2024
  • Dampfdichtes System

    €/m² Wandfläche inkl. Material und Montage
    70 bis 140
    Quelle, Stand
    Hausjournal, 23.04.2022
  • Diffusionsoffenes System; Beispiel Kalziumsilikat 85 m² für 14.350 €

    €/m² Wandfläche inkl. Material und Montage
    100 bis 200; Beispiel 169
    Quelle, Stand
    Hausjournal, 23.04.2022
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Keine Quelle beziffert die Systeme getrennt, keine sagt, ob netto oder brutto; für Privatkunden ist brutto anzunehmen. Rechenbeispiel: 40 m² Außenwandfläche in einer Wohnung ergeben mit 50 bis 100 Euro 2.000 bis 4.000 Euro, mit einem kapillaraktiven System bis zu 8.000 Euro. Der Nachweis durch den Planer kommt dazu. Das Angebot stellt der Betrieb nach Besichtigung; für Sie ist die Vermittlung kostenlos, der beauftragte Betrieb zahlt uns eine Vermittlungsgebühr.

Was der Fachbetrieb für ein Angebot braucht

  • Außenwandfläche in m² je Raum und Zahl der Fenster in diesen Wänden
  • Wandaufbau: Vollziegel, Hohlblock, Fachwerk, Beton, zweischalig oder weiß ich nicht; Wanddicke, wenn bekannt
  • Feuchte oder Schimmel: ja, nein, früher; Fotos der betroffenen Stellen
  • Warum von innen: Denkmal, Sichtmauerwerk, einzelne Wohnung, Gemeinschaft dämmt nicht
  • Liegt ein Feuchteschutz-Nachweis oder ein Sanierungsfahrplan vor; wenn nicht, finden Sie Energieeffizienz-Experten in der Liste des Bundes
  • Heizkörper, Steckdosen und Leitungen an den Außenwänden
  • Baujahr des Hauses (Pflicht nach § 5a Gefahrstoffverordnung), Fotos innen und außen

Fragen

Häufige Fragen

Ist Innendämmung riskant?

Sie ist anspruchsvoller als Außendämmung, weil die Wand dahinter kälter wird. Mit Feuchteschutz-Nachweis, passendem System und gedämmten Flanken lässt sich das Risiko beherrschen. Riskant wird sie ohne Nachweis, mit dampfdichten Platten auf feuchtem Mauerwerk oder mit einem ungeplanten Hohlraum hinter einer Vorsatzschale.

Wie dick muss eine Innendämmung sein?

Üblich sind 6 bis 8 cm; co2online und Hausjournal nennen diese Spanne als Hinweis. Mehr Dicke senkt den U-Wert, kühlt aber die Wand dahinter stärker ab und kostet Raum. Die Dicke ist deshalb Ergebnis des Feuchteschutz-Nachweises, nicht des Förderwunsches allein. Der BEG-Wert von 0,20 ist von innen nur mit großer Dicke erreichbar.

Ist Innendämmung förderfähig?

Ja, als Teil der Außenwanddämmung in der BEG-Richtlinie vom 17.07.2026 mit 15 % Zuschuss, wenn die Wand danach 0,20 W/(m²K) erreicht, bei Baudenkmalen 0,45, bei Sichtfachwerk 0,65. Ein Energieeffizienz-Experte muss eingebunden sein, der Antrag geht vor Vertragsabschluss ans BAFA. Ob Ihr Aufbau die Werte schafft, zeigt der Nachweis; eine Zusage können wir nicht geben.

Geht Innendämmung bei Fachwerk?

Ja, mit diffusionsoffenen, kapillaraktiven Systemen, etwa Holzfaser oder Mineralschaum, ohne dampfdichte Schichten, damit das Holz austrocknen kann. Die Förderung erleichtert das mit 0,65 W/(m²K) für Sichtfachwerk. Planung und Nachweis gehören hier zu einem Planer mit Erfahrung im Fachwerk; wir vermitteln den ausführenden Betrieb.

Reicht eine Vorsatzschale mit Dämmwolle?

Als Schallschutz oder zum Verstecken von Leitungen ja, als Innendämmung nur mit Nachweis. Hinter einer Vorsatzschale an einer kalten Außenwand bleibt ein Hohlraum, in dem Raumluft kondensieren kann; ohne luftdichte Dampfbremse und Rechnung ist das ein bekanntes Schadensbild. Mehr dazu auf der Seite Vorsatzschale.

Vermitteln Sie auch die Dämmung von außen?

Ja. Wenn Ihre Fassade nicht geschützt ist und von außen gedämmt werden kann, ist das meist der bessere Weg. Wärmedämmverbundsystem, Außenputz und Fassadenanstrich führen Stuckateur- und Malerbetriebe mit Eintragung in die Handwerksrolle aus; die Seite zur Fassadendämmung erklärt Systeme, Pflicht und Kosten.

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Simon Woytewicz, Gründer von TrockenbaunetzTim Basinski, Gründer von Trockenbaunetz

Simon Woytewicz und Tim Basinski
Ihre Ansprechpartner für den Niederrhein und Düsseldorf, mit Sitz in Mönchengladbach

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