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Trockenbaunetz

Trockenbau und Dämmung von innen Fachbegriffe erklärt

Dieses Glossar erklärt Begriffe, die in Angeboten, Leistungsverzeichnissen, Förderanträgen und Bauvorschriften rund um Trockenbau, Innenausbau und Dämmung von innen vorkommen: von Beplankung und Spachtelqualität über Dampfbremse und U-Wert bis zu Genehmigungsfreistellung und Nachrüstpflicht. Jeder Eintrag nennt seine Quelle, Gesetze mit Stand und Normen mit Ausgabe. Was im Einzelfall gilt, klären Planung und der ausführende Fachbetrieb; wir vermitteln ihn.

Stand

Abgehängte DeckeUnterdecke

Eine abgehängte Decke ist eine Unterdecke aus Platten auf einer Unterkonstruktion, die mit Abhängern unterhalb der Rohdecke befestigt wird und so einen Hohlraum für Leitungen, Leuchten oder Dämmung schafft. Die lichte Raumhöhe darunter muss in Aufenthaltsräumen nach § 46 Abs. 1 BauO NRW mindestens 2,40 m bleiben. In Gipsplattendecken fordert das Merkblatt 3 der Gipsindustrie Bewegungsfugen spätestens alle 15 m, bei Gipsfaserplatten alle 10 m, und gleitende Anschlüsse, wo sich der Rohbau bewegt.

Quelle: BauO NRW 2018 § 46 Abs. 1, Fassung vom 01.09.2026; Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 3 Fugen und Anschlüsse, Stand 02/2026

Decke abhängen →

Akustikdecke

Eine Akustikdecke ist eine abgehängte Decke, deren Oberfläche aus gelochten oder porösen Platten Schall aufnimmt, damit Gespräche und Geräusche im Raum weniger nachhallen. Welche Nachhallzeit ein Raum braucht, legen Planer je nach Nutzung fest; pauschale Zielwerte stehen hier nicht, weil sie in den geprüften Quellen nicht belegt sind. Handwerksrechtlich zählen Akustikarbeiten zum Trockenbau und sind kein zulassungspflichtiges Handwerk.

Quelle: DIHK und DHKT, Leitfaden Abgrenzung Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistungen, Juli 2021, Tätigkeitsliste (Akustikarbeiten)

Akustikdecke →

Asbest-Stichtag 31. Oktober 1993§ 11a GefStoffV

Der Asbest-Stichtag ist der 31. Oktober 1993: Seit diesem Tag sind Herstellung und Verwendung von Asbest in Deutschland verboten, und bei Gebäuden mit Baubeginn danach wird nach § 11a GefStoffV in der Regel vermutet, dass kein Asbest vorhanden ist. Bei älteren Gebäuden prüft der ausführende Betrieb vor Schleif-, Fräs- oder Abbrucharbeiten, ob Putze, Spachtelmassen oder Fliesenkleber Asbest enthalten. Die TRGS 519 ordnet solche Arbeiten in ihrer Anlage 9 Risikobereichen mit Schutzmaßnahmen und Qualifikation zu.

Quelle: GefStoffV § 11a Abs. 1, Fassung nach Änderung vom 17.12.2025; BAuA, TRGS 519 Asbest, Ausgabe 01/2014, Fassung vom 28.02.2025, Nr. 1 und Anlage 9

Asbest vor dem Umbau →

Aufsparrendämmung

Die Aufsparrendämmung ist eine durchgehende Dämmschicht oberhalb der Sparren, die nur zusammen mit einer neuen Dacheindeckung eingebaut wird. Ausgeführt wird sie vom Dachhandwerk, also von Dachdeckern (Anlage A Nr. 4 HwO) oder Zimmerern (Nr. 3). Über diese Plattform wird sie nicht vermittelt; von innen bleiben Zwischen- und Untersparrendämmung.

Quelle: Handwerksordnung, Anlage A Nr. 3 und 4, Fassung nach BGBl. I 2020 S. 142; DIHK und DHKT, Leitfaden Abgrenzung Handwerk, Juli 2021

Dachschräge von innen dämmen →

BauartabP, Bauartgenehmigung

Als Bauart behandelt die BauO NRW eine Konstruktion, die aus mehreren Bauprodukten zusammengefügt wird; im Trockenbau sind das etwa feuerhemmende oder feuerbeständige Wände, Schächte und Unterdecken. Weicht die Bauart von den Technischen Baubestimmungen ab, braucht sie eine Bauartgenehmigung des DIBt oder, wenn anerkannte Prüfverfahren bestehen, ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) einer anerkannten Prüfstelle (§ 17 Abs. 2 und 3, § 22). Wer eine Steckdose, eine Revisionsklappe oder eine Leitung in eine klassifizierte Wand setzt, ändert die Bauart; ohne Nachweis dafür ist die Klassifizierung offen.

Quelle: BauO NRW 2018 § 17 Abs. 2, 3 und 5, § 22, Fassung vom 01.09.2026

Brandschutz über Schottnetz anfragen →

Bauvorlageberechtigte Person

Eine bauvorlageberechtigte Person darf nach der BauO NRW Bauvorlagen erstellen und bescheinigt bei nichttragenden Innenwänden ohne Brandschutzanforderung die statisch-konstruktive und brandschutztechnische Unbedenklichkeit (§ 62 Abs. 1 Nr. 11 Buchst. a). Erst mit dieser Bescheinigung ist die Wand verfahrensfrei. Bei der Genehmigungsfreistellung erstellt sie die Unterlagen, die bei der Bauaufsicht eingereicht werden.

Quelle: BauO NRW 2018 § 62 Abs. 1 Nr. 11, § 63 Abs. 3, Fassung vom 01.09.2026

Trockenbauwand und Genehmigung →

BEG EMBundesförderung für effiziente Gebäude, Einzelmaßnahmen

Die BEG EM ist die Bundesförderung für einzelne Sanierungsmaßnahmen an bestehenden Gebäuden; die Richtlinie vom 17. Juli 2026 gilt seit dem 21. Juli 2026 bis Ende 2030. Dämmung von Außenwänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen wird mit 15 % der förderfähigen Ausgaben bezuschusst, bei Wohngebäuden bis 30.000 Euro für die erste Wohneinheit je Jahr. Der Antrag geht vor Vertragsabschluss an das BAFA, ein Energieeffizienz-Experte ist einzubinden, und die Technischen Mindestanforderungen verlangen etwa U ≤ 0,14 W/(m²K) für Schrägdach und oberste Geschossdecke.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Förderrichtlinie BEG EM vom 17.07.2026, Nr. 5.1, 8.3.1, 8.4, 9.2.1, 9.3 und Anlage Technische Mindestanforderungen

Förderung für Dämmung 2026 →

Beplankungeinfach, doppelt

Die Beplankung ist die Plattenlage, die auf die Unterkonstruktion einer Trockenbauwand oder Decke geschraubt wird; einfach beplankt heißt eine Lage je Seite, doppelt beplankt zwei Lagen. Mehr Lagen erhöhen Schallschutz, Feuerwiderstand und Tragfähigkeit: Eine Metallständerwand trägt nach DIN 18183-1:2018-05 leichte Konsollasten bis 0,4 kN/m, bei 18 mm Beplankung je Seite bis 0,7 kN/m. Je Quadratmeter Wand rechnet die Herstellertabelle mit 2 m² Platten bei einfacher und 4 m² bei doppelter Beplankung.

Quelle: Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 8 Wandhöhen leichter Trennwände, Stand 12/2019, aktualisiert 05/2025; Knauf, W11 Metallständerwände, System-Datenblatt 03/2026

Schallschutzwand →

CW- und UW-Profil

CW-Profile sind die senkrechten Ständer einer Metallständerwand, UW-Profile die Anschlussprofile an Boden und Decke, in die die Ständer gestellt werden; die Zahl im Namen nennt die Profilbreite in Millimetern. Die Breite bestimmt die zulässige Wandhöhe: Bei einfacher Beplankung mit 12,5 mm und 625 mm Achsabstand reicht CW 50 in Wohnungen und Büros bis 3,20 m, CW 75 bis 4,00 m und CW 100 bis 5,10 m. Je Quadratmeter Wand werden etwa 2,0 m CW-Profil und 0,7 m UW-Profil gebraucht.

Quelle: Knauf, W11 Metallständerwände, System-Datenblatt 03/2026; DIN 18182-1:2015-11 (zitiert in Merkblatt 8 der Gipsindustrie, Stand 05/2025)

Trockenbauwand →

Dampfbremsesd-Wert, Luftdichtheit

Eine Dampfbremse ist eine Folie oder Bahn auf der warmen Raumseite einer Dämmung, die begrenzt, wie viel Wasserdampf in die Konstruktion gelangt; ihr Diffusionswiderstand wird als sd-Wert angegeben. Luftdicht verklebt bildet sie zugleich die Luftdichtheitsebene, die BEG und ESanMV für geförderte Dämmungen verlangen. Ob eine Dampfbremse nötig ist und welcher sd-Wert passt, ergibt der Feuchteschutznachweis für den konkreten Aufbau; feuchtevariable Bahnen ändern ihren Widerstand mit der Umgebungsfeuchte und werden vor allem eingesetzt, wenn außen eine dichte Schicht liegt.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen; ESanMV Anlagen 1 bis 4 (BGBl. I 2021 S. 1782)

Dampfbremse oder Dampfsperre →

Energieeffizienz-ExperteEEE

Ein Energieeffizienz-Experte ist eine in der Expertenliste des Bundes (energie-effizienz-experten.de) geführte Fachperson, die bei BEG-Anträgen für Dämmung der Gebäudehülle einzubinden ist. Er bestätigt nach Abschluss, dass die Technischen Mindestanforderungen eingehalten und die Ausgaben förderfähig sind; eine Fachunternehmererklärung des Betriebs reicht dafür nicht, sie gilt nur für Heizungstechnik und Heizungsoptimierung. Übernimmt er die Baubegleitung, darf er nicht von den ausführenden Betrieben beauftragt oder an ihnen beteiligt sein.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BEG EM vom 17.07.2026, Nr. 3 Buchst. g und j, Nr. 9.3

Förderung für Dämmung 2026 →

FeuchteschutznachweisMindestfeuchteschutz

Der Feuchteschutznachweis prüft rechnerisch für den geplanten Aufbau, ob Wasserdampf in der Konstruktion zu Tauwasser wird und ob es wieder austrocknen kann. ESanMV und BEG verlangen für geförderte Dämmungen die Prüfung des Mindestfeuchteschutzes und eine wärmebrückenreduzierte, luftdichte Ausführung. Bei Innendämmung ist er besonders wichtig, weil die Außenwand hinter der Dämmung kälter wird; den Nachweis führt ein Planer oder Energieberater, der Fachbetrieb setzt den Aufbau um.

Quelle: ESanMV Anlage 1, Hinweis zum Mindestfeuchteschutz (BGBl. I 2021 S. 1782); Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen; co2online, Innendämmung, Stand 27.04.2026

Innendämmung und Schimmel →

Feuerwiderstandsklasse F 30 und F 90feuerhemmend, feuerbeständig

Die Feuerwiderstandsklasse gibt an, wie lange ein Bauteil im Normbrandversuch seine Funktion behält: F 30 steht für 30 Minuten, F 90 für 90 Minuten, in der europäischen Klassifizierung EI 30 und EI 90. Die BauO NRW spricht von feuerhemmend, hochfeuerhemmend und feuerbeständig (§ 26 Abs. 2); feuerhemmend entspricht in der Regel F 30, feuerbeständig F 90. Eine F-90-Trockenbauwand ist nicht automatisch eine Brandwand, denn diese muss nach § 30 Abs. 3 zusätzlich mechanischer Beanspruchung standhalten und aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen.

Quelle: BauO NRW 2018 § 26 Abs. 2, § 30 Abs. 3, Fassung vom 01.09.2026; DIN 4102-4:2016-05; DIBt, Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen, Ausgabe 2025/1 (Zuordnung der Klassen)

Brandschutz über Schottnetz anfragen →

Genehmigungsfreistellung§ 63 BauO NRW

Die Genehmigungsfreistellung ist ein Verfahren der BauO NRW, bei dem ein Vorhaben keine Baugenehmigung braucht, die Bauherrschaft aber Unterlagen bei der Bauaufsicht einreicht und frühestens einen Monat später beginnen darf, wenn die Gemeinde kein Genehmigungsverfahren verlangt. Seit dem 1. September 2026 gilt sie auch im unbeplanten Innenbereich nach § 34 BauGB für den Ausbau von Dachgeschossen zu Wohnzwecken einschließlich Gauben (§ 63 Abs. 1 Nr. 2). Standsicherheits- und Brandschutznachweise müssen spätestens bei Baubeginn vorliegen; die Vorschriften zu Raumhöhe, Rettungswegen und Wärmeschutz gelten weiter.

Quelle: BauO NRW 2018 § 63 Abs. 1 bis 3 und 6, Fassung vom 01.09.2026; Drittes Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung 2018 vom 21.07.2026 (GV. NRW. S. 537)

Dachausbau und Genehmigung in NRW →

Gipsfaserplatte

Gipsfaserplatten sind Bauplatten aus Gips, der mit Papierfasern durchsetzt ist, und kommen anders als Gipsplatten ohne Kartonummantelung aus. Eingesetzt werden sie wie Gipsplatten zur Beplankung von Wänden und Decken und als Elemente für den trockenen Bodenaufbau aus Platten, der wenig wiegt, keine Baufeuchte einbringt und deshalb auf Holzbalkendecken im Altbau üblich ist. In Decken aus Gipsfaserplatten fordert das Merkblatt 3 der Gipsindustrie Bewegungsfugen spätestens alle 10 m statt 15 m.

Quelle: Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 3 Fugen und Anschlüsse, Stand 02/2026, und Merkblatt 9, Stand 08/2021

Holzbalkendecke und Schallschutz →

GipsplatteGKB, Typ A, Gipskartonplatte

Die Gipsplatte ist eine Bauplatte mit Gipskern und Kartonummantelung, die im Trockenbau Wände und Decken beplankt; umgangssprachlich heißt sie Gipskartonplatte. Nach DIN EN 520:2009-12 werden die Typen mit Buchstaben gekennzeichnet: Typ A ist die Standardplatte (nach DIN 18180:2014-09 früher GKB), Typ H nimmt weniger Wasser auf (früher GKBI), Typ F hält bei hohen Temperaturen besser zusammen (früher GKF); Kombinationen wie DFH2 sind üblich. Die Verarbeitung regelt DIN 18181:2019-04.

Quelle: DIN EN 520:2009-12; DIN 18180:2014-09; DIN 18181:2019-04 (zitiert in Merkblatt 3 der Gipsindustrie, Stand 02/2026); Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 5, Stand 04/2022

Trockenbauwand →

Imprägnierte GipsplatteGKBI, Typ H

Eine imprägnierte Gipsplatte ist eine Gipsplatte mit reduzierter Wasseraufnahme, nach DIN EN 520:2009-12 Typ H, früher GKBI. Das Merkblatt 5 der Gipsindustrie empfiehlt sie für Flächen der Wassereinwirkungsklassen W0-I und W1-I, etwa Wände in Duschen und über Badewannen im häuslichen Bad, dort mit Abdichtung im Verbund. Imprägniert heißt nicht wasserbeständig: In W2-I, etwa bei bodengleichen Duschen ohne wirksamen Spritzschutz, sind Gipsplatten nur mit Herstellerfreigabe zulässig.

Quelle: Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 5 Bäder, Feucht- und Nassräume im Holz- und Trockenbau, Stand 04/2022; DIN EN 520:2009-12; DIN 18534-1:2025-10

Bad im Trockenbau →

Innendämmung

Innendämmung ist die Dämmung einer Außenwand von der Raumseite, meist mit Plattensystemen aus Kalziumsilikat, Mineralschaum oder Holzfaser oder als gedämmte Vorsatzschale, wenn die Fassade außen nicht verändert werden kann oder soll. Das GModG nennt in Anlage 7 für die Innendämmung keinen eigenen Höchstwert; für die BEG-Förderung gilt für Außenwände 0,20 W/(m²K), bei Baudenkmalen 0,45 und bei Sichtfachwerk 0,65. Weil die Wand hinter der Dämmung kälter wird, gehören Feuchteschutznachweis und sorgfältige Anschlüsse an Decken und Innenwände zur Planung.

Quelle: GModG Anlage 7, Fassung vom 29.07.2026; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen Nr. 1.1; co2online, Innendämmung, Stand 27.04.2026

Innendämmung →

iSFPindividueller Sanierungsfahrplan

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist das Ergebnis einer vom BAFA geförderten Energieberatung für Wohngebäude und ordnet die Sanierungsschritte eines Hauses in eine Reihenfolge. Wird eine Dämmung als Teil eines solchen Fahrplans innerhalb von 15 Jahren umgesetzt, erhöht die BEG EM den Fördersatz um 5 Prozentpunkte. Seit der Richtlinie vom 17. Juli 2026 gilt der Bonus nur für förderfähige Ausgaben oberhalb von 30.000 Euro bei einer Wohneinheit, setzt dieses Mindestinvestitionsvolumen voraus und hebt die Höchstgrenze auf 60.000 Euro.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BEG EM vom 17.07.2026, Nr. 8.3.1 und 8.4.2; BAFA, Energieberatung für Wohngebäude, 2026

Förderung für Dämmung 2026 →

Kellerdeckendämmung

Kellerdeckendämmung ist die Dämmung der Decke zwischen unbeheiztem Keller und beheiztem Erdgeschoss, meist von unten mit geklebten oder gedübelten Platten. Eine Nachrüstpflicht gibt es dafür nicht; § 35 GModG nennt nur oberste Geschossdecken. Wer die Kellerdecke von unten dämmt oder bekleidet, muss nach Anlage 7 Nr. 6b U ≤ 0,30 W/(m²K) einhalten; für BEG-Förderung und § 35c EStG gelten 0,25 W/(m²K).

Quelle: GModG § 35 und Anlage 7 Nr. 6b, Fassung vom 29.07.2026; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen; ESanMV Anlagen 1 bis 4

Kellerdecke dämmen →

LeistungsverzeichnisLV, VOB/C DIN 18340

Ein Leistungsverzeichnis beschreibt die zu erbringenden Leistungen in einzelnen Positionen mit Menge, Einheit und Ausführung und ist die Grundlage für Angebot, Vergleich und Abrechnung. Im Trockenbau gehört die Spachtelqualität hinein: Fehlt die Angabe, gilt nach Merkblatt 2 der Gipsindustrie Q2 als vereinbart, höhere Stufen sind gesondert zu vergüten. Ist die VOB/C vereinbart, regelt DIN 18340:2023-09 Trockenbauarbeiten Ausführung und Abrechnung, einschließlich der Aufmaßregeln für Öffnungen.

Quelle: Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 2 Verspachtelung von Gipsplatten, Stand 11/2017; VOB/C DIN 18340:2023-09 (zitiert in Merkblatt 3, Stand 02/2026)

Was Trockenbau kostet →

Lichte Raumhöhe§ 46 BauO NRW

Die lichte Raumhöhe ist die nutzbare Höhe eines Raumes zwischen Fußboden und Decke. Aufenthaltsräume brauchen nach § 46 Abs. 1 BauO NRW mindestens 2,40 m; in Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 können 2,30 m gestattet werden. Im Dachraum und im Kellergeschoss genügen 2,20 m über mindestens der Hälfte der Netto-Raumfläche, wobei Raumteile mit einer lichten Höhe bis 1,50 m außer Betracht bleiben.

Quelle: BauO NRW 2018 § 46 Abs. 1, Fassung vom 01.09.2026

Dachausbau und Genehmigung in NRW →

Mieterausbau

Mieterausbau ist der Innenausbau gewerblicher Mietflächen wie Büro, Praxis oder Laden nach den Vorgaben des künftigen Nutzers, meist mit Trennwänden, Decken und Installationen vor dem Einzug. Nichttragende Wände ohne Brandschutzanforderung sind nach § 62 Abs. 1 Nr. 11 Buchst. a BauO NRW verfahrensfrei, wenn eine bauvorlageberechtigte Person die Unbedenklichkeit bescheinigt. Wände zwischen Nutzungseinheiten (§ 29) und Wände notwendiger Flure (§ 36) haben Brandschutzanforderungen und fallen nicht unter diese Regel; das klärt der Planer vor der Bestellung.

Quelle: BauO NRW 2018 § 62 Abs. 1 Nr. 11, §§ 29, 36, Fassung vom 01.09.2026

Mieterausbau →

Oberste GeschossdeckeNachrüstpflicht nach § 35 GModG

Die oberste Geschossdecke ist die Decke zwischen dem letzten beheizten Geschoss und dem unbeheizten Dachraum. Erfüllt sie den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2:2013-02 nicht, muss der Eigentümer sie nach § 35 GModG so dämmen, dass U ≤ 0,24 W/(m²K) erreicht wird, oder das Dach darüber entsprechend dämmen; bei begrenzter Dämmdicke genügt die größtmögliche Schicht mit λ 0,035 W/(mK). Ausgenommen sind Häuser mit höchstens zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine schon am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat; nach einem Eigentümerwechsel bleiben zwei Jahre Zeit.

Quelle: GModG § 35 Abs. 1 bis 3, Fassung vom 29.07.2026 (Gesetz vom 23.07.2026, BGBl. 2026 I Nr. 226)

Pflicht zur Dämmung der obersten Geschossdecke →

Schalldämm-Maß Rw und R'w

Das bewertete Schalldämm-Maß Rw beschreibt in Dezibel, wie stark ein Bauteil Luftschall im Prüfstand mindert, ohne Nebenwege. Das bewertete Bau-Schalldämm-Maß R'w gilt am Bau zwischen zwei Räumen und schließt die Übertragung über flankierende Wände, Decken und Böden ein; es liegt deshalb unter dem Rw derselben Wand. Die Anforderungen der DIN 4109-1:2018-01 sind als R'w formuliert, für Wohnungstrennwände mindestens 53 dB; Prospektwerte eines Wandsystems sind Rw und kommen so nicht in der Wohnung an.

Quelle: DIN 4109-1:2018-01 und DIN 4109-2:2018-01 (Werte nach Saint-Gobain Rigips, Was ändert sich durch die neue DIN 4109, und Institut für Holzbau, Regelwerke im Holzbau: Schallschutz, 05.01.2023)

Schallschutzwand →

Spachtelqualität Q1 bis Q4Qualitätsstufen, Oberflächengüte

Die Spachtelqualität beschreibt in vier Stufen nach Merkblatt 2 der Gipsindustrie, wie weit Gipsplattenflächen verspachtelt werden. Q1 ist die Grundverspachtelung der Fugen, etwa unter Fliesen; Q2 die Standardverspachtelung für übliche Anstriche und Tapeten, die ohne andere Vereinbarung gilt; Q3 ergänzt breiteres Ausspachteln und scharfes Abziehen der ganzen Fläche; Q4 überzieht die gesamte Fläche mit mehr als 1 mm Spachtel. Begriffe wie malerfertig legen nichts fest; bei Q3 und Q4 sollten Ebenheit und spätere Beleuchtung vertraglich vereinbart werden.

Quelle: Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 2 Verspachtelung von Gipsplatten, Oberflächengüten, Stand 11/2017

Spachtelqualität Q1 bis Q4 →

StänderwandMetallständerwand, Trockenbauwand

Eine Ständerwand ist eine nichttragende Trennwand aus einem Gerüst aus Metallprofilen, das beidseitig mit Gipsplatten oder Gipsfaserplatten beplankt wird; im Hohlraum liegen Dämmung und Leitungen. Die Ständer stehen üblicherweise im Achsabstand von 625 mm, der halben Plattenbreite. Varianten sind die Doppelständerwand mit zwei getrennten Ständerreihen für höheren Schallschutz und die Installationswand für Sanitärleitungen. Maßgebend für Aufbau und Nachweise sind DIN 18183-1:2018-05 und der Verwendbarkeitsnachweis des jeweiligen Systems.

Quelle: Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 8 Wandhöhen leichter Trennwände, Stand 12/2019, aktualisiert 05/2025 (DIN 18183-1:2018-05); Knauf, W11 Metallständerwände, System-Datenblatt 03/2026

Trockenbauwand →

Steuerermäßigung nach § 35c EStG

§ 35c EStG mindert die Einkommensteuer für energetische Maßnahmen am selbst genutzten Wohneigentum, wenn das Gebäude bei Beginn älter als zehn Jahre ist: 7 % der Aufwendungen im Jahr des Abschlusses und im Folgejahr, 6 % im dritten Jahr, insgesamt höchstens 40.000 Euro je Objekt. Voraussetzung sind Ausführung durch ein Fachunternehmen, dessen Bescheinigung nach amtlichem Muster, eine Rechnung und unbare Zahlung; die Maßnahme muss vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sein. Für dieselbe Maßnahme lässt sich § 35c nicht mit einem BEG-Zuschuss kombinieren; welche Gewerke als Fachunternehmen gelten, zählt § 2 ESanMV auf, Trockenbau steht nicht darin.

Quelle: EStG § 35c und § 52 Abs. 35a, Abruf 23.10.2026; ESanMV § 2 Abs. 1

Förderung für Dämmung 2026 →

Streiflicht

Streiflicht ist Licht, das flach und fast parallel zur Wand- oder Deckenfläche einfällt, etwa durch ein seitliches Fenster oder einen Deckenfluter, und dadurch kleinste Unebenheiten als Schatten sichtbar macht. Bei den Spachtelqualitäten Q2 und Q3 sind Abzeichnungen unter Streiflicht nach VOB/C DIN 18340:2023-09 zulässig; auch bei Q4 lassen sie sich nach Merkblatt 2 nicht völlig ausschließen, sondern nur weitgehend vermeiden. Wer Flächen unter bestimmtem Licht beurteilen will, vereinbart die Lichtsituation vorher und sorgt schon beim Spachteln für vergleichbares Licht.

Quelle: Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 2 Verspachtelung von Gipsplatten, Oberflächengüten, Stand 11/2017; VOB/C DIN 18340:2023-09

Spachtelqualität Q1 bis Q4 →

TrittschallL'n,w

Trittschall ist Schall, der durch Gehen, Stühlerücken oder fallende Gegenstände in eine Decke eingeleitet und im Raum darunter hörbar wird. Bewertet wird er mit dem Norm-Trittschallpegel L'n,w: Je kleiner der Wert, desto besser der Schutz. Für Wohnungstrenndecken nennt DIN 4109-1:2018-01 als Mindestanforderung L'n,w ≤ 50 dB, die erhöhte Anforderung nach DIN 4109-5:2020-08 liegt bei 45 dB; wie viel ein Aufbau auf einer Holzbalkendecke bringt, hängt von Decke und Flanken ab und zeigt sich erst nach Aufnahme vor Ort.

Quelle: DIN 4109-1:2018-01 und DIN 4109-5:2020-08 (Werte nach Institut für Holzbau, Regelwerke im Holzbau: Schallschutz, 05.01.2023)

Holzbalkendecke und Schallschutz →

U-WertWärmedurchgangskoeffizient, W/(m²K)

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt in W/(m²K) an, wie viel Wärme je Quadratmeter Bauteil und Kelvin Temperaturunterschied nach außen fließt; je kleiner, desto besser dämmt das Bauteil. Er ist der Kehrwert des Wärmedurchgangswiderstands, der sich nach DIN EN ISO 6946:2008-04 aus den Übergangswiderständen und den Schichtdicken geteilt durch ihre Wärmeleitfähigkeit ergibt; bei Zwischensparrendämmung wird der Sparrenanteil mitgerechnet. Höchstwerte nach GModG Anlage 7 bei Änderung: 0,24 für Dach und oberste Geschossdecke, 0,30 für Kellerdecken; die BEG verlangt 0,14 beziehungsweise 0,25, und Änderungen bis 10 % der Bauteilfläche sind von § 36 ausgenommen.

Quelle: GModG § 36, § 37 und Anlage 7, Fassung vom 29.07.2026; DIN 4108-4:2017-03 mit DIN EN ISO 6946:2008-04; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen

Förderung für Dämmung 2026 →

Übereinstimmungsbestätigung§ 17 Abs. 5 BauO NRW

Die Übereinstimmungsbestätigung ist die Erklärung des ausführenden Betriebs, dass eine Bauart, etwa eine feuerhemmende Trockenbauwand, so ausgeführt wurde, wie es die Technische Baubestimmung, das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis oder die Bauartgenehmigung vorschreibt. § 17 Abs. 5 BauO NRW verlangt sie vom Anwender der Bauart; § 24 Abs. 2 gilt entsprechend. Der Fachbetrieb übergibt sie zusammen mit dem zugrunde liegenden Nachweis, beides gehört in die Objektakte.

Quelle: BauO NRW 2018 § 17 Abs. 5, § 24 Abs. 2, Fassung vom 01.09.2026

Brandschutz über Schottnetz anfragen →

Untersparrendämmung

Die Untersparrendämmung ist eine zusätzliche Dämmschicht unterhalb der Sparren auf der Raumseite, meist zwischen einer Lattung oder Metallunterkonstruktion, die später die Beplankung trägt. Nötig wird sie als Ergänzung der Zwischensparrendämmung, wenn die Sparrenhöhe für den geforderten U-Wert nicht ausreicht; zugleich überdeckt sie die Sparren als Wärmebrücke. Für das gesetzliche Mindestmaß genügt bei begrenzter Sparrenhöhe nach Anlage 7 GModG die höchstmögliche Zwischensparrendämmung mit λ 0,035 W/(mK); für die BEG-Förderung mit U ≤ 0,14 W/(m²K) ist die Untersparrendämmung oft nötig.

Quelle: GModG Anlage 7 Fußnote 1, Fassung vom 29.07.2026; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen

Dachschräge von innen dämmen →

Veranlasser§ 5a GefStoffV, Baujahr

Veranlasser ist nach § 5a GefStoffV, wer Bau- oder Umbauarbeiten in Auftrag gibt, auch ein privater Haushalt. Er muss dem ausführenden Betrieb vor Beginn schriftlich oder elektronisch alle vorliegenden Informationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte über vorhandene oder vermutete Gefahrstoffe geben, dazu das Baujahr, bei Baujahr 1993 bis 1996 das Datum des Baubeginns. Eine eigene Materialprobe schuldet er nicht; die Gefährdungsbeurteilung und, wenn nötig, eine technische Erkundung als gesondert vergütete Leistung liegen beim Betrieb.

Quelle: GefStoffV § 5a Abs. 1, 2 und 4, § 6 Abs. 2a bis 2c, § 11a, Fassung nach Änderung vom 17.12.2025

Asbest vor dem Umbau →

Verfahrensfreies Vorhaben§ 62 BauO NRW

Verfahrensfrei ist ein Vorhaben, für das die BauO NRW weder Baugenehmigung noch Freistellungsunterlagen verlangt; die materiellen Vorschriften gelten trotzdem. Nichttragende und nichtaussteifende Innenwände sind nach § 62 Abs. 1 Nr. 11 Buchst. a nur verfahrensfrei, wenn keine Brandschutzanforderungen bestehen und eine bauvorlageberechtigte Person die Unbedenklichkeit bescheinigt hat; Fenster, Türen und ihre Öffnungen sind es nach Buchst. c. Der Ausbau eines Spitzbodens zu Wohnraum ist nicht verfahrensfrei, weil neue Anforderungen an Aufenthaltsräume und Rettungswege in Betracht kommen; dafür gilt die Genehmigungsfreistellung.

Quelle: BauO NRW 2018 § 62 Abs. 1 Nr. 11 und Abs. 2, § 63, Fassung vom 01.09.2026

Trockenbauwand und Genehmigung →

Vorsatzschalefreistehend, direkt befestigt

Eine Vorsatzschale ist eine nichttragende Bekleidung vor einer bestehenden Wand, entweder direkt an ihr befestigt oder freistehend auf eigenem Ständerwerk. Eingesetzt wird sie, um unebene Wände auszugleichen, Leitungen aufzunehmen, eine Innendämmung zu tragen oder den Schallschutz zu verbessern; dafür muss sie frei stehen und vom Bestand entkoppelt sein. Für Hängelasten begrenzt DIN 18183-1:2018-05 die Konsollast an Vorsatzschalen auf 0,4 kN/m unabhängig von der Beplankungsdicke; wie viel Schallschutz im Raum ankommt, hängt von den flankierenden Bauteilen ab.

Quelle: Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 8 Wandhöhen leichter Trennwände, Stand 12/2019, aktualisiert 05/2025 (DIN 18183-1:2018-05); DIN 4109-1:2018-01 (Flankenübertragung)

Vorsatzschale →

Wärmebrücke

Eine Wärmebrücke ist eine Stelle der Gebäudehülle, an der mehr Wärme nach außen fließt als in der Fläche daneben und die Oberfläche innen entsprechend kälter bleibt. In der gedämmten Dachschräge sind das die Sparren, deren Anteil in die U-Wert-Rechnung nach DIN EN ISO 6946:2008-04 eingeht; bei Innendämmung die einbindenden Holzbalkendecken und Innenwände, an denen sich Feuchte und Schimmel bilden können. BEG und ESanMV verlangen deshalb eine wärmebrückenreduzierte Ausführung.

Quelle: co2online, Innendämmung, Stand 27.04.2026; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, BEG EM vom 17.07.2026, Anlage Technische Mindestanforderungen; DIN 4108-4:2017-03 mit DIN EN ISO 6946:2008-04

Innendämmung und Schimmel →

Wärmeleitfähigkeit λLambda, WLS 035

Die Wärmeleitfähigkeit λ (Lambda) gibt in W/(mK) an, wie gut ein Stoff Wärme leitet; je kleiner der Wert, desto besser dämmt das Material bei gleicher Dicke. Dämmstoffe werden im Handel nach Wärmeleitstufen bezeichnet, WLS 035 steht für einen Bemessungswert von 0,035 W/(mK). Das GModG rechnet bei technisch begrenzter Dämmdicke mit genau diesem Wert, bei Einblasdämmung und nachwachsenden Rohstoffen mit 0,045; der Wärmedurchlasswiderstand einer Schicht ist ihre Dicke geteilt durch λ.

Quelle: GModG § 35 Abs. 2 und Anlage 7 Fußnote 1, Fassung vom 29.07.2026; DIN 4108-4:2017-03 mit DIN EN ISO 6946:2008-04

Dachschräge dämmen →

WassereinwirkungsklasseW0-I bis W3-I, DIN 18534

Die Wassereinwirkungsklasse ordnet nach DIN 18534-1:2025-10 Innenflächen danach ein, wie stark Wasser auf sie einwirkt: W0-I gering, etwa Wände über Waschbecken; W1-I mäßig, etwa Wände in Duschen und über Badewannen im häuslichen Bad; W2-I hoch, etwa bodengleiche Duschen ohne ausreichenden Spritzschutz; W3-I sehr hoch, etwa Schwimmbadumgänge. Eine Abdichtung ist ab W2-I und auf Bodenflächen ab W1-I erforderlich. Imprägnierte Gipsplatten empfiehlt das Merkblatt 5 der Gipsindustrie für W0-I und W1-I; in W2-I sind Gipsplatten nur mit Herstellerfreigabe zulässig, die Einstufung legt der Planer fest.

Quelle: DIN 18534-1:2025-10, Abschnitt 5.3.1 (Auszug); Bundesverband der Gipsindustrie, Merkblatt 5 Bäder, Feucht- und Nassräume im Holz- und Trockenbau, Stand 04/2022

Bad im Trockenbau →

Zwischensparrendämmung

Die Zwischensparrendämmung ist die Dämmung der Dachschräge im Gefach zwischen den Sparren, von innen eingebaut und raumseitig mit Dampfbremse und Beplankung geschlossen; sie ist der übliche Weg beim Dachgeschossausbau ohne Dacharbeiten. Bei Änderung oder erstmaligem Einbau verlangt das GModG U ≤ 0,24 W/(m²K); reicht die Sparrenhöhe dafür nicht, gilt die Anforderung nach Anlage 7 Fußnote 1 als erfüllt, wenn die höchstmögliche Dicke mit λ 0,035 W/(mK) eingebaut wird. Handwerksrechtlich ordnen die Kammern die trockene Dämmung dem Trockenbau oder dem Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer zu.

Quelle: GModG § 36, Anlage 7 Nr. 5 und Fußnote 1, Fassung vom 29.07.2026; DIHK und DHKT, Leitfaden Abgrenzung Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistungen, Juli 2021

Dachschräge von innen dämmen →

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